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Weihnachten mit Tieren

 

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Die Weihnachtsfeiertage bringen nicht nur für die Menschen sondern oft auch für die Tiere sehr viel Abwechslung.

Durch Weihnachtsdekorationen, besondere Süßigkeiten und Weihnachtspflanzen riskieren wir leider oft unbewusst die Gesundheit unserer Tiere.

Brennende Kerzen, nicht gesicherte Weihnachtsbäume, Lametta, Glaskugeln, Weihnachtsgestecke, Schokoladenspezialtäten, Bonbons mit dem Zuckeraustauschstoff Xylit oder Xylitol, Weintrauben, Macadamianüsse uvm. können ein Risiko für Tiere darstellen. Man sollte Hunde, Katzen und Nager daher nie unbeaufsichtigt lassen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch vielen, zu dieser Jahreszeit gekauften Zimmerpflanzen. Man sollte diese Pflanzen am Besten so stellen, das Tiere sie nicht erreichen können oder ggf. erst gar nicht einkaufen um sein Haustier nicht unnötig einer Gefahr auszusetzen. Die folgenden Pflanzen sind für Menschen (Kinder), Hunde, Katzen, Nager und Vögel giftig:

 

1) Amaryllis:

Sowohl die Zwiebel, als auch die gesamte Pflanze enthalten Alkaloide. Bei Einnahme kann es zu Übelkeit, Schweißausbruch, Benommenheit, Durchfall, erhöhtem Speichelfluss und Herzrhythmusstörungen kommen. Durch den Kontakt mit der Pflanze können Hautreizungen entstehen.

2) Aronkelch ( Zimmercalla)

Die Pflanze enthält Scharfstoffe. Symptome bei Einnahme: Übelkeit, Erbrechen, starker Speichelfluss, Schleimhautreizungen ( im Maul und Magen etc.), Durchfall und Schluckbeschwerden.

3) Azalee

Diese Pflanzen enthalten die chemische Verbindung „Acetylandromedol“.

Sie wirkt bei Einnahme stark Blutdruck senkend, kann die Herztätigkeit verlangsamen oder den Herzschlag stören. Es kann zu Schweißausbrüchen, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfen, schwachem Puls und angestrengtem Atmen führen.

4) Ficusarten, Birkenfeige, Gummibaum

Diese Pflanzen enthalten einen Milchsaft der u.a. Cumarine und flavonoide Verbindungen enthält. Vergiftungen bei Tieren zeigen sich durch Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizungen und ggf. Lähmungen bis hin zum Tod.

5) Christusdorn

Diese Pflanze enthält Triterpene und Diterpenester. Es kann zu Reizungen der Magenschleimhaut , Magenbeschwerden und Koliken kommen. Gelangt der Milchsaft in Berührung mit den Augen, kann es zu zeitweiser Blindheit führen.

6) Dieffenbachie

Die Pflanze enthält u.a. Alkaloide und Saponine. Sie kann für Haustiere tödlich sein. Eine Vergiftung zeigt sich in starker Reizung des Mauls, Magens, Darm und Hals. Die Tiere haben Schluckbeschwerden, Atemnot und ggf. blutigen Durchfall.

7) Anthurien ( Flamingoblume)

Sie enthalten den Scharfstoff Aroin und Calciumoxalat Nadeln, die bei Berührung herausschießen können und zu Verletzungen führen. Die Pflanze führt bei Einnahme zu verstärktem Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Schluckbeschwerden und ggf. auch Krämpfen und Lähmungen.

8) Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern kann in seinem Milchsaft Diterpene enthalten. Zudem werden diese Pflanzen oft stark mit Pestiziden behandelt wodurch es ebenfalls zu Vergiftungen kommen kann. Da Tiere noch empfindlicher auf solche Stoffe reagieren wie Menschen, sollte man diese Pflanze auf jeden Fall außer Reichweite von Tieren aufstellen. Es kann zu Magen- und Darmbeschwerden, Krämpfen, ggf. blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur , Lähmungen, Taumeln, Leberschäden und Herzrhythmusstörungen kommen.

9) Stechpalme

Besonders die roten Beeren, stellen für Haustiere eine Gefahr da. Vergiftungen zeigen sich durch Schläfrigkeit, Erbrechen, Durchfall, Magen-und Darmbeschwerden, Beeinträchtigung des Kreislaufes und des Herzens. Bei Hunden kann bereits bei einer Einnahme von 20 Beeren die Dosis tödlich sein.

10) Mistelzweig

Die Mistel enthält in ihren Blättern und Stängeln das Mistelgift Viscotoxin. Eine Vergiftung äußert sich bei Tieren durch erschwertes Atmen, Speichelfluss, Magen-und Darmbeschwerden und ggf. Erbrechen.

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Zur eigenen Sicherheit und Beruhigung sollte man sich rechtzeitig über den Tierarztnotdienst an den Festtagen informieren. Bei einer möglichen Vergiftung des Haustieres beachtet man die folgenden Schritte:

 

  • schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen und sich am Besten vorab telefonisch ankündigen
  • beruhigend auf das Tier einwirken
  • auch beruhigend auf andere Personen einreden um Panik zu vermeiden
  • unüberlegte Maßnahmen von anderen Personen vermeiden
  • keine Manipulationen um das Tier zum Erbrechen zu bringen- es könnte die Situation verschlimmern!
  • bei Bewusstlosigkeit, das Tier in die stabile Seitenlage bringen
  • falls sich das Tier bereits übergeben hat und ohnmächtig ist, darauf achten, die Atemwege freizuhalten
  • Proben des Giftes oder des Erbrochenen mit Handschuhen einsammeln und für den Tierarzt sichern
  • keine Maulschlingen beim Transport verwenden um die Atemwege frei zu halten

 

 

 

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